Samstag, 15. April 2017

"Ich kann kein Ei legen, aber ich weiß, wann eines faul ist.“ Karl Kraus (angeblich)

Variante: "Man muss kein Ei / keine Eier legen können, um zu wissen, dass eines faul ist." Seit 1946 ist das anonyme Scherzwort in verschiedenen Versionen nachzuweisen.

Seit Henryk M. Broder vor 10 Jahren das Zitat in einem Interview mit Oliver Grimm und Rainer Nowak in  "Die Presse" erstmals Karl Kraus unterschoben hat, wird es ihm gelegentlich auch von anderen zugeschrieben. Das Zitat steht weder so noch so ähnlich in einem Text von Karl Kraus.

Der Schauspieler Herwig Seeböck sagte in einem Interview 2006: "Verbittert bin ich nur manchmal, wenn ich Dinge sehe, die man besser machen könnte, und ich kann sie nicht mehr machen; ich weiß nur, wie's geht. Ich bin keine Henne; ich kann kein Ei legen, ich kann nur noch feststellen, wenn's faul ist". (ORF.at)